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Handynummer mitnehmen 2026: Portierungskosten, Fristen, Anbieter

📅 24. Juli 2026 ⏱️ 6 min ✍️ nevik.de Redaktion

Beim Wechsel des Handytarifs will niemand seine gewohnte Nummer verlieren. Die Mitnahme der Rufnummer (Portierung) ist gesetzlich geregelt und funktioniert in Deutschland meist reibungslos – kostet aber je nach Anbieter zwischen 0 und 40 Euro. Dieser Ratgeber zeigt, welche Kosten und Fristen 2026 gelten und wie du die Portierung richtig beauftragst.

Was ist eine Rufnummernportierung?

Die Rufnummernportierung (MNP – Mobile Number Portability) ermöglicht es, deine bisherige Handynummer beim Wechsel des Mobilfunkanbieters mitzunehmen. Geregelt ist sie im Telekommunikationsgesetz (TKG), das den Anbietern vorschreibt, die Mitnahme zu ermöglichen.

Der große Vorteil: Du behältst deine Nummer, Kontakte müssen nicht informiert werden, und du erreichst alle wie gewohnt. Bei Business-Kunden ist die Nummer oft sogar unverzichtbar, weil sie auf Visitenkarten, Websites und Werbematerialien steht.

Die Portierung ist technisch sauber vom eigentlichen Anbieterwechsel getrennt: Du schließt beim neuen Anbieter einen Vertrag ab und beauftragst die Mitnahme der Nummer. Der neue Anbieter kümmert sich um die Abwicklung mit dem alten Anbieter.

Was kostet die Portierung 2026?

Die Kosten für die Rufnummernmitnahme sind je nach Anbieter unterschiedlich. Die Spannweite reicht von kostenlos bis zu rund 40 Euro. Typische Preise 2026:

Wichtig: Die Portierungsgebühr zahlt der alte Anbieter für die Freigabe der Nummer. Der neue Anbieter erhebt in der Regel keine separate Gebühr für die Annahme der Nummer. Erkundige dich vorab beim neuen Anbieter, ob er die Portierungskosten übernimmt oder dir anbietet, diese als Startguthaben zu erstatten.

Fristen: Wann musst du was tun?

Die Fristen für die Rufnummernportierung sind klar geregelt:

Tipp: Beauftrage die Portierung frühzeitig, sobald du weißt, dass du wechseln willst. So stellst du sicher, dass die Nummer rechtzeitig beim neuen Anbieter ist und du sie nicht verlierst.

Portierungs-PIN und Verzichtserklärung

Für die Portierung brauchst du zwei Dinge vom alten Anbieter:

Bei Prepaid-Verträgen musst du die PIN aktiv beim alten Anbieter anfordern – oft per SMS oder im Online-Portal. Bei Verträgen wird die PIN meist automatisch mit der Kündigungsbestätigung verschickt.

Wichtig: Bewahre die PIN gut auf. Ohne sie ist die Portierung nicht möglich.

So beauftragst du die Portierung Schritt für Schritt

Der Ablauf einer Rufnummernportierung:

  1. Alten Vertrag kündigen: Kündige deinen bisherigen Vertrag fristgerecht. Du erhältst eine Kündigungsbestätigung mit dem Vertragsende.
  2. Portierungs-PIN anfordern: Fordere beim alten Anbieter die Portierungs-PIN an (bei Prepaid aktiv, bei Verträgen automatisch).
  3. Neuen Vertrag abschließen: Schließe beim neuen Anbieter deinen Vertrag ab und gib an, dass du deine bisherige Nummer mitnehmen möchtest.
  4. Portierungsdaten angeben: Gib dem neuen Anbieter die Portierungs-PIN und das genaue Vertragsende des alten Vertrags an.
  5. Verzichtserklärung abgeben: Unterschreibe die Verzichtserklärung und reiche sie beim neuen Anbieter ein.
  6. Portierungsdatum abwarten: Die Portierung erfolgt zum vereinbarten Datum (typisch 4 bis 8 Werktage nach Beauftragung). Du erhältst eine Bestätigung.

Achtung: Während der Portierung kann es zu einer kurzen Dienstunterbrechung kommen (typisch wenige Stunden bis zu einem Tag). Der neue Anbieter informiert dich über das genaue Zeitfenster.

Häufige Probleme und wie du sie vermeidest

Typische Probleme bei der Portierung und ihre Lösung:

Die meisten Portierungen laufen problemlos, wenn alle Dokumente vollständig sind und die Fristen eingehalten werden.

Kostenloses Portieren: Wo du sparst

Viele Anbieter machen die Portierung kostenlos, um Neukunden zu gewinnen. So findest du die besten Angebote:

Tipp: Vergleiche nicht nur die monatlichen Kosten des neuen Tarifs, sondern auch die einmaligen Kosten (Portierung, Anschlusspreis, Sim-Karte). Ein Tarif mit kostenlosen Portieren kann insgesamt günstiger sein, selbst wenn die Monatsrate minimal höher ist.

Besonderheit bei Prepaid-Nummern: Bei Prepaid-Verträgen läuft die Portierung etwas anders ab. Du musst zuerst eine schriftliche Verzichtserklärung beim alten Anbieter einreichen, in der du auf die weitere Nutzung der Nummer verzichtest. Daraufhin erhältst du die Portierungs-PIN. Wichtig: Kündige nicht einfach die SIM-Karte, bevor die Portierung beauftragt ist – sonst kann die Nummer endgültig stillgelegt werden. Die Reihenfolge ist entscheidend: zuerst Verzichtserklärung und PIN einholen, dann beim neuen Anbieter die Portierung beauftragen.

Was passiert, wenn die Portierung scheitert? Wenn der alte Anbieter die Portierung ablehnt, liegt das meist an fehlenden oder falschen Daten. Prüfe in diesem Fall, ob die Portierungs-PIN korrekt ist, ob der Name exakt übereinstimmt und ob das Vertragsende korrekt angegeben wurde. In seltenen Fällen verweigert der alte Anbieter die Freigabe unrechtmäßig – dann hilft eine schriftliche Beschwerde oder der Hinweis auf die gesetzliche Pflicht zur Rufnummernportierung nach § 46 Telekommunikationsgesetz (TKG).

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Häufige Fragen

Die Kosten liegen je nach Anbieter zwischen 0 und 40 Euro. Viele Neuanbieter und Discount-Anbieter machen die Portierung kostenlos. Typische Gebühren bei Vertragsanbietern liegen zwischen 20 und 30 Euro.

Nach dem Ende deines Vertrags hast du 90 Tage Zeit, die Portierung beim neuen Anbieter zu beauftragen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Nummer endgültig stillgelegt und ist nicht mehr nutzbar.

Ja, mit Zustimmung des alten Anbieters. Bei Verträgen mit Mindestlaufzeit ist das jedoch nur in den letzten 30 Tagen vor Vertragsende möglich. Sprich frühzeitig mit deinem Anbieter.

Die Portierungs-PIN ist für die Mitnahme deiner Nummer zwingend erforderlich. Fordere sie beim alten Anbieter an, bei Prepaid aktiv im Online-Portal oder per SMS, bei Verträgen wird sie meist automatisch verschickt.

Viele Anbieter übernehmen die Portierungskosten als Neukunden-Bonus oder erstatten sie als Startguthaben. Prüfe die Aktionsangebote oder frage direkt beim neuen Anbieter nach.