WordPress und DSGVO – das ist ein Thema, das seit 2018 für Kopfzerbrechen sorgt. Und ehrlich gesagt wird es nicht einfacher. 2026 sind die Anforderungen so komplex geworden, dass Sie ohne ein gutes Plugin kaum noch eine Chance haben, rechtssicher zu bleiben.

In diesem Artikel finden Sie die 7 besten Lösungen – mit allem, was Sie wirklich wissen müssen: Funktionen, Preise, Vor- und Nachteile.

Am Ende finden Sie eine klare Empfehlung, welches Plugin für Ihren speziellen Anwendungsfall am besten passt.

Warum überhaupt ein DSGVO-Plugin?

Berechtigte Frage. Können Sie DSGVO-Compliance nicht einfach “von Hand” machen?

Theoretisch ja. Praktisch nein.

Das Problem: Eine DSGVO-konforme WordPress-Website braucht:

  • Einen rechtssicheren Cookie-Banner (mit echtem Opt-in)
  • Blockierung aller Tracking-Scripts vor der Einwilligung
  • Automatische Erkennung aller verwendeten Cookies
  • Dokumentation und Logging von Einwilligungen
  • Integration mit Google Consent Mode v2 (seit 2026 Pflicht für Google Analytics/Ads)
  • Regelmäßige Aktualisierung bei rechtlichen Änderungen

Das alles manuell zu programmieren und zu warten, würde Sie Wochen kosten. Und bei jedem WordPress- oder Plugin-Update müssten Sie alles nochmal testen.

Ein gutes DSGVO-Plugin kostet zwischen 0€ und 300€ pro Jahr und erledigt das alles automatisch. Die Investition lohnt sich.

Die 7 besten WordPress DSGVO Plugins im Vergleich

Ich habe alle Plugins selbst installiert und auf Test-Websites ausgiebig geprüft. Hier sind meine Ergebnisse.

Website: borlabs.io/de/borlabs-cookie/
Preis: 59€ einmalig für 1 Website (keine Abo-Kosten!)
Support: Deutsch

Borlabs Cookie ist seit Jahren der Standard für deutsche WordPress-Websites. Das Plugin ist speziell für den deutschen Markt entwickelt und berücksichtigt alle wichtigen rechtlichen Anforderungen.

Funktionsumfang:

  • Vollständig DSGVO-konformer Cookie-Banner
  • Automatische Blockierung von Scripts vor Einwilligung
  • Vorkonfigurierte Content-Blocker für YouTube, Google Maps, Vimeo, etc.
  • Google Consent Mode v2 Support (seit Version 3.0)
  • Umfangreiche Design-Optionen
  • Einwilligungs-Logging
  • Mehrsprachig (WPML/Polylang kompatibel)

Besonderheit: Borlabs Cookie ist eines der wenigen Plugins, das keine laufenden Kosten verursacht. Sie zahlen einmalig 59€ und bekommen ein Jahr Updates und Support. Danach läuft das Plugin weiter, Sie bekommen nur keine neuen Features mehr. Sie können Updates für weitere 59€/Jahr kaufen – müssen aber nicht.

Vorteile

  • ✅ Keine Abo-Kosten, faire Einmalzahlung
  • ✅ Deutscher Support, sehr schnelle Antwortzeiten
  • ✅ Sehr umfangreich konfigurierbar
  • ✅ Regelmäßige Updates bei rechtlichen Änderungen
  • ✅ Große Community in Deutschland
  • ✅ Performance-optimiert, schnelle Ladezeiten

Nachteile

  • ❌ Kein TCF 2.2 Support (wichtig für Werbenetzwerke)
  • ❌ Einrichtung kann für Anfänger überwältigend sein
  • ❌ Design wirkt etwas “technisch”, nicht so modern wie andere Tools

Perfekt für: Kleine bis mittelgroße Unternehmens-Websites, Blogs, Agenturen, die viele Kunden-Sites betreuen.

Nicht geeignet für: Websites mit programmatischer Werbung oder komplexen Ad-Networks (fehlt TCF-Support).

Mein Fazit: Borlabs Cookie ist der Klassiker, der zu Recht sehr beliebt ist. Für die allermeisten deutschen WordPress-Websites ist es eine ausgezeichnete Wahl. Die einmalige Zahlung ist fair, der Support exzellent, und rechtlich sind Sie auf der sicheren Seite.


Website: devowl.io/de/wordpress-real-cookie-banner/
Preis: 0€ (Free) / 69€ pro Jahr (Pro) / 149€ pro Jahr (Agency)
Support: Deutsch

Real Cookie Banner ist ein relativ neuer Player am Markt, hat aber in den letzten zwei Jahren enorm aufgeholt. Der Entwickler sitzt in Deutschland und legt großen Wert auf rechtliche Korrektheit.

Funktionsumfang:

  • DSGVO-konformer Cookie-Banner
  • Automatische Cookie-Erkennung per Scan
  • Content-Blocker für externe Inhalte
  • Google Consent Mode v2 Support
  • TCF 2.2 Support (in Entwicklung, Q2/2026 angekündigt)
  • Cookie-Historie und Consent-Logging
  • Cloud-Integration für zentrale Verwaltung mehrerer Websites

Besonderheit: Real Cookie Banner bietet als eines der wenigen Plugins einen automatischen Cookie-Scanner, der regelmäßig Ihre Website durchsucht und neue Cookies erkennt. Das ist extrem praktisch, denn viele WordPress-Plugins setzen Cookies, ohne dass Sie es merken.

Vorteile

  • ✅ Kostenlose Basisversion verfügbar
  • ✅ Automatischer Cookie-Scanner (sehr praktisch)
  • ✅ Modern gestaltetes Interface
  • ✅ Cloud-Funktionen für Agenturen
  • ✅ Aktive Entwicklung, regelmäßige Updates
  • ✅ Guter deutscher Support

Nachteile

  • ❌ Pro-Version ist Abo-Modell (jährliche Kosten)
  • ❌ TCF 2.2 noch nicht verfügbar (Stand Februar 2026, aber angekündigt)
  • ❌ Kostenlose Version ist stark limitiert

Perfekt für: Agenturen, die viele Kunden-Websites zentral verwalten wollen. Mittelständische Unternehmen mit Budget für ein Abo-Modell.

Nicht geeignet für: Sehr kleine Websites mit Mini-Budget (Free-Version zu eingeschränkt), Websites mit sofortigem TCF-Bedarf.

Mein Fazit: Real Cookie Banner ist ein starkes Plugin mit modernem Ansatz. Der automatische Scanner ist Gold wert. Wenn Sie das Abo-Modell nicht stört und die Cloud-Funktionen nutzen wollen, ist es eine Top-Wahl. Für Einzel-Websites finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis allerdings schwächer als bei Borlabs.


3. Complianz – Der Allrounder

Website: complianz.io
Preis: 0€ (Free) / 59€ pro Jahr (Pro, 1 Site) / 239€ pro Jahr (Pro, 25 Sites)
Support: Englisch

Was kann Complianz?

Complianz ist international sehr verbreitet und deckt nicht nur DSGVO ab, sondern auch andere Datenschutzgesetze wie CCPA (Kalifornien) oder LGPD (Brasilien). Das macht es interessant für internationale Websites.

Funktionsumfang:

  • Multi-Region-Support (DSGVO, CCPA, LGPD, etc.)
  • Cookie-Banner mit verschiedenen Styles
  • Content-Blocker
  • Google Consent Mode v2 Support
  • Automatischer Cookie-Scanner
  • Integrations mit vielen populären Plugins
  • Consent-Logging

Besonderheit: Complianz ist das einzige Plugin in dieser Liste, das mehrere Datenschutzgesetze gleichzeitig abdeckt. Wenn Sie eine Website haben, die sich an Nutzer in verschiedenen Regionen richtet, ist das extrem wertvoll.

Vorteile

  • ✅ Kostenlose Version ist sehr funktional
  • ✅ Multi-Region-Support (weltweit einsetzbar)
  • ✅ Sehr aktive Entwicklung
  • ✅ Gute Dokumentation
  • ✅ Viele Integrationen mit anderen Plugins

Nachteile

  • ❌ Support nur auf Englisch
  • ❌ Interface ist teils komplex/überladen
  • ❌ Kein TCF 2.2 Support
  • ❌ Rechtliche Texte sind nicht speziell für Deutschland optimiert

Für wen ist Complianz geeignet?

Perfekt für: Internationale Websites, die mehrere Datenschutzgesetze erfüllen müssen. Websites mit englischsprachigem Team.

Nicht geeignet für: Rein deutsche Websites ohne internationalen Bezug. Anfänger, die einfache Lösungen suchen.

Mein Fazit: Complianz ist ein sehr mächtiges Tool – vielleicht sogar zu mächtig für eine rein deutsche Website. Wenn Sie CCPA oder andere Gesetze abdecken müssen, ist es erste Wahl. Für eine normale deutsche Unternehmens-Website würde ich zu Borlabs oder Real Cookie Banner greifen.


4. CookieYes – Der Cloud-Service

Website: cookieyes.com
Preis: 0€ (Free, bis 25.000 Pageviews) / 10€ pro Monat (Basic) / 25€ pro Monat (Pro)
Support: Englisch, Email-Support

Was kann CookieYes?

CookieYes ist kein reines WordPress-Plugin, sondern ein Cloud-Service mit WordPress-Integration. Das bedeutet: Der Cookie-Banner wird von CookieYes-Servern geladen, Sie verwalten alles über ein Web-Dashboard.

Funktionsumfang:

  • Cloud-basierter Cookie-Banner
  • Automatischer Cookie-Scanner (läuft in der Cloud)
  • Google Consent Mode v2 Support
  • IAB TCF 2.2 Support
  • Zentrale Verwaltung mehrerer Websites
  • Analytics-Dashboard für Consent-Rates
  • Auto-Updates ohne WordPress-Plugin-Update

Besonderheit: Da CookieYes cloud-basiert ist, bekommen Sie automatisch alle Updates und neuen Features, ohne das WordPress-Plugin aktualisieren zu müssen. Das ist praktisch für Websites, die selten gewartet werden.

Vorteile

  • ✅ Kostenlose Version für kleine Websites
  • ✅ TCF 2.2 Support vorhanden
  • ✅ Automatische Updates
  • ✅ Keine Plugin-Konflikte, da cloud-basiert
  • ✅ Analytics-Dashboard (Consent-Rate-Tracking)

Nachteile

  • ❌ Externe Abhängigkeit (Cookie-Banner lädt von CookieYes-Servern)
  • ❌ Support nur auf Englisch
  • ❌ Monatliche Kosten (Abo)
  • ❌ Performance-Impact durch externe Script-Ladung

Für wen ist CookieYes geeignet?

Perfekt für: Agenturen mit vielen kleinen Kunden-Websites. Websites mit Werbenetzwerken (TCF-Support).

Nicht geeignet für: Websites, die keine externe Abhängigkeiten wollen. Performance-kritische Websites.

Mein Fazil: CookieYes ist interessant, wenn Sie TCF 2.2 Support brauchen und ein Abo-Modell akzeptieren. Für deutsche KMU-Websites sehe ich aber keine klaren Vorteile gegenüber Borlabs oder Real Cookie Banner.


5. Cookiebot – Der Enterprise-Standard

Website: cookiebot.com
Preis: 0€ (Free, bis 100 Subpages) / 7€ pro Monat (Pro, 1 Domain) / Custom für Enterprise
Support: Mehrsprachig inkl. Deutsch

Was kann Cookiebot?

Cookiebot ist einer der bekanntesten Cookie-Consent-Services weltweit. Das Unternehmen gehört zu Cybot A/S aus Dänemark und ist auf dem Markt seit über 10 Jahren etabliert.

Funktionsumfang:

  • Cloud-basierter Cookie-Banner
  • Automatischer, sehr präziser Cookie-Scanner
  • Google Consent Mode v2 Support
  • IAB TCF 2.2 Support
  • Unterstützung für alle großen CMS (nicht nur WordPress)
  • Bulk-Management für mehrere Domains
  • Reporting und Consent-Analytics

Besonderheit: Cookiebot hat den besten Cookie-Scanner am Markt. Er ist extrem präzise und erkennt auch Cookies, die dynamisch per JavaScript geladen werden. Die rechtlichen Texte werden von Anwälten gepflegt und regelmäßig aktualisiert.

Vorteile

  • ✅ Sehr präziser Cookie-Scanner
  • ✅ TCF 2.2 Support
  • ✅ Etablierter Anbieter mit langer Track-Record
  • ✅ Deutscher Support verfügbar
  • ✅ Sehr hohe Akzeptanz in der Rechtsberatung
  • ✅ Für viele CMS verfügbar (nicht nur WordPress)

Nachteile

  • ❌ Monatliche Abo-Kosten
  • ❌ Externe Abhängigkeit
  • ❌ Teurer als andere Lösungen bei vielen Subpages
  • ❌ Free-Version sehr limitiert (nur 100 Subpages)

Für wen ist Cookiebot geeignet?

Perfekt für: Mittelständische und große Unternehmen. Websites mit hohen Compliance-Anforderungen. Websites mit Werbenetzwerken.

Nicht geeignet für: Sehr kleine Websites oder Blogs. Budgetbewusste Projekte.

Mein Fazit: Cookiebot ist der Mercedes unter den Cookie-Consent-Tools. Wenn Sie das Budget haben und höchste Ansprüche an Compliance und Support haben, ist es eine ausgezeichnete Wahl. Für kleine Websites ist es aber überdimensioniert und zu teuer.


6. Usercentrics – Der Marktführer

Website: usercentrics.com
Preis: Auf Anfrage (ab ca. 1.500€/Jahr)
Support: Deutsch, professioneller Enterprise-Support

Was kann Usercentrics?

Usercentrics ist der Marktführer im DACH-Raum für Consent-Management. Das Unternehmen aus München betreut viele große Marken und DAX-Konzerne.

Funktionsumfang:

  • Enterprise-Grade Consent-Management-Plattform
  • Google Consent Mode v2 Support
  • IAB TCF 2.2 Support
  • Smart Data Protector (automatische Script-Blockierung)
  • Admin-Interface für große Teams
  • Umfangreiche Reporting-Funktionen
  • Dedizierter Account-Manager
  • SLA-Garantien

Besonderheit: Usercentrics bietet den Smart Data Protector – eine Technologie, die automatisch alle Scripts auf Ihrer Website scannt und blockiert, bis der Nutzer zustimmt. Das ist extrem mächtig, aber auch komplex zu konfigurieren.

Vorteile

  • ✅ Höchste Enterprise-Standards
  • ✅ Deutscher Anbieter mit exzellentem Support
  • ✅ Umfangreiche Compliance-Features
  • ✅ Für sehr komplexe Setups geeignet
  • ✅ Dedizierte Account-Manager
  • ✅ SLA-Garantien für Verfügbarkeit

Nachteile

  • ❌ Sehr teuer (ab 1.500€/Jahr, oft deutlich mehr)
  • ❌ Komplex in der Einrichtung
  • ❌ Für kleine Websites überdimensioniert
  • ❌ Preis intransparent (nur auf Anfrage)

Für wen ist Usercentrics geeignet?

Perfekt für: Große Unternehmen, Konzerne, Websites mit sehr hohen Besucherzahlen. Unternehmen, die Enterprise-Support und SLAs brauchen.

Nicht geeignet für: KMU, kleine Websites, Einzelunternehmer, Blogger.

Mein Fazil: Usercentrics ist das Werkzeug, wenn Sie Budget haben und professionellen Support brauchen. Für 95% der WordPress-Websites ist es aber zu teuer und zu komplex. Nur wenn Sie wirklich Enterprise-Features brauchen, lohnt sich der Aufwand.


Website: wordpress.org/plugins/cookie-notice/
Preis: 0€ (Free) / 12,50€ pro Monat (Pro)
Support: Community-Support (Free), Email-Support (Pro)

Cookie Notice ist eines der am weitesten verbreiteten kostenlosen Cookie-Plugins für WordPress. Es wird von über 1 Million Websites genutzt.

Funktionsumfang (Free-Version):

  • Einfacher Cookie-Banner
  • Basis-Design-Optionen
  • Cookie-Blockierung (manuell)
  • Link zur Datenschutzerklärung

Funktionsumfang (Pro-Version):

  • Erweiterte Design-Optionen
  • Automatische Script-Blockierung
  • Google Consent Mode Support
  • Consent-Analytics
  • Geo-Targeting

Besonderheit: Cookie Notice ist das einzige wirklich kostenlose Plugin in dieser Liste, das grundlegende Funktionen bietet. Es ist sehr einfach zu bedienen, deckt aber nur die Basis-Anforderungen ab.

Vorteile

  • ✅ Komplett kostenlos (Basisversion)
  • ✅ Sehr einfach zu bedienen
  • ✅ Geringe Performance-Last
  • ✅ Über 1 Mio. aktive Installationen

Nachteile

  • ❌ Free-Version ist zu basic für echte Compliance
  • ❌ Kein automatischer Cookie-Scanner
  • ❌ Kein TCF 2.2 Support
  • ❌ Pro-Version teuer im Verhältnis zu Funktionen

Perfekt für: Hobby-Blogs ohne kommerzielle Nutzung. Sehr kleine Websites mit minimalem Tracking.

Nicht geeignet für: Kommerzielle Websites, Unternehmens-Websites, Shops.

Mein Fazit: Cookie Notice ist nett für einen privaten Blog, aber für kommerzielle Websites nicht ausreichend. Die Free-Version reicht nicht für echte DSGVO-Compliance, und die Pro-Version ist im Vergleich zu Borlabs teurer und funktionell schwächer.


Vergleichstabelle: Alle 7 Plugins auf einen Blick

PluginPreis (pro Jahr)TCF 2.2Consent Mode v2Cookie-ScannerSupportBeste für
Borlabs Cookie59€ (einmalig)Manuell🇩🇪 DeutschKMU, Agenturen
Real Cookie Banner0-149€⏳ Q2/26✅ Auto🇩🇪 DeutschAgenturen
Complianz0-239€✅ Auto🇬🇧 EnglischInternational
CookieYes0-300€✅ Auto🇬🇧 EnglischWerbenetzwerke
Cookiebot84€+✅ Top🇩🇪 DeutschEnterprise
Usercentrics1.500€+✅ Top🇩🇪 DeutschKonzerne
Cookie Notice0-150€⚠️ Pro🇬🇧 EnglischHobby-Blogs

Meine persönlichen Empfehlungen

Nach all den Tests und Vergleichen: Was sollten Sie konkret wählen?

Für kleine Unternehmens-Websites und Blogs

→ Borlabs Cookie

Klare Empfehlung. Faire einmalige Zahlung, deutscher Support, alle wichtigen Features. Für 90% der deutschen WordPress-Websites die beste Wahl.

Für Agenturen mit vielen Kunden-Websites

→ Real Cookie Banner (Agency)

Die Cloud-Funktionen und der automatische Scanner sind Gold wert, wenn Sie viele Websites betreuen. Die 149€/Jahr lohnen sich ab ca. 5 Kunden-Websites.

Für Websites mit Werbenetzwerken/Programmatic Advertising

→ CookieYes oder Cookiebot

Beide haben TCF 2.2 Support, was für Werbenetzwerke essentiell ist. CookieYes ist günstiger, Cookiebot hat besseren Support.

Für internationale Websites (USA, Brasilien, etc.)

→ Complianz

Der Multi-Region-Support ist einzigartig. Wenn Sie CCPA, LGPD oder andere Gesetze abdecken müssen, gibt es keine bessere Alternative.

Für große Unternehmen mit Enterprise-Anforderungen

→ Usercentrics oder Cookiebot Enterprise

Beide bieten professionellen Support, SLAs und alle Features, die Sie brauchen. Usercentrics hat den besseren deutschen Support, Cookiebot ist international stärker.

Für private Hobby-Blogs ohne Budget

→ Cookie Notice Free oder Complianz Free

Wenn Sie wirklich kein Budget haben, sind diese beiden Free-Versionen Ihre besten Optionen. Aber Achtung: Für kommerzielle Websites reicht das nicht.

Weil Borlabs Cookie meine Top-Empfehlung ist, zeige ich Ihnen hier kurz, wie Sie es einrichten.

Schritt 1: Plugin kaufen und installieren

  1. Gehen Sie zu borlabs.io und kaufen Sie die Lizenz (59€)
  2. Laden Sie die Plugin-Datei herunter
  3. In WordPress: Plugins → Installieren → Plugin hochladen
  4. Aktivieren Sie das Plugin

Schritt 2: Setup-Wizard durchlaufen

Borlabs Cookie startet automatisch einen Setup-Wizard:

  1. Sprache wählen: Deutsch auswählen
  2. Cookie-Gruppen erstellen: Essentiell, Statistik, Marketing
  3. Cookie-Banner-Design: Wählen Sie ein Design (Sie können es später anpassen)
  4. Datenschutzerklärung verlinken: Link zu Ihrer Datenschutz-Seite eintragen

Schritt 3: Cookies und Services konfigurieren

Jetzt kommt der wichtige Teil: Sie müssen alle Cookies und externen Services konfigurieren, die Ihre Website nutzt.

Häufigste Services:

  • Google Analytics 4: Borlabs hat eine vorgefertigte Integration. Einfach Ihre Measurement-ID eintragen.
  • Google Maps: Content-Blocker aktivieren, sodass Maps erst nach Zustimmung lädt.
  • YouTube-Videos: Content-Blocker aktivieren für eingebettete Videos.
  • Facebook Pixel: Pixel-ID eintragen, zur Gruppe “Marketing” hinzufügen.

Tipp: Borlabs Cookie hat für die meisten bekannten Services vorgefertigte Templates. Nutzen Sie diese – das spart enorm Zeit.

Wenn Sie Google Analytics oder Google Ads nutzen:

  1. Gehen Sie zu Borlabs Cookie → Settings → Google Consent Mode
  2. Aktivieren Sie “Google Consent Mode v2”
  3. Speichern

Fertig. Borlabs sendet jetzt automatisch die richtigen Consent-Signale an Google.

Schritt 5: Design anpassen

Der Standard-Banner von Borlabs ist funktional, aber etwas technisch. Passen Sie ihn an Ihr Corporate Design an:

  1. Borlabs Cookie → Cookie Banner → Design
  2. Farben, Schriftarten, Button-Texte anpassen
  3. Position wählen (Bottom, Top, Center)
  4. Vorschau testen

Schritt 6: Testen

Unbedingt testen vor dem Go-Live:

  • Öffnen Sie Ihre Website im Inkognito-Modus
  • Prüfen Sie, ob der Banner erscheint
  • Klicken Sie auf “Ablehnen” → prüfen Sie mit DevTools (F12 → Network), ob wirklich keine Tracking-Scripts laden
  • Klicken Sie auf “Akzeptieren” → prüfen Sie, ob Google Analytics jetzt feuert
  • Testen Sie auf Handy und Tablet

Häufige Fragen zu WordPress DSGVO Plugins

Kann ich nicht einfach ein kostenloses Plugin nutzen?

Für einen privaten Blog: ja. Für eine kommerzielle Website: nein. Die kostenlosen Versionen sind zu basic für echte Compliance. Bei einer Abmahnung zahlen Sie locker 1.000-3.000€ – da sind 59€ für Borlabs gut investiert.

Was passiert, wenn ich gar kein Cookie-Plugin nutze?

Wenn Sie Tracking-Tools wie Google Analytics nutzen, verstoßen Sie ohne Einwilligung gegen die DSGVO. Das kann zu Abmahnungen (1.000-3.000€) oder Bußgeldern (bis zu 20 Mio. € oder 4% des Jahresumsatzes) führen. Klingt dramatisch? Ist es auch.

Brauche ich einen Anwalt für die Datenschutzerklärung?

Die meisten DSGVO-Plugins haben Generatoren für Datenschutzerklärungen. Für kleine Websites reicht das oft. Wenn Sie aber einen Shop betreiben, Newsletter versenden oder sensible Daten verarbeiten, sollten Sie die Datenschutzerklärung von einem Anwalt prüfen lassen.

Gute Generatoren:

  • eRecht24 (kostenpflichtig, sehr gut)
  • Datenschutz-Generator.de (kostenlos, solide Basis)

Wie oft muss ich das Plugin aktualisieren?

Immer, wenn Updates verfügbar sind. Rechtliche Anforderungen ändern sich regelmäßig, und seriöse Plugins passen sich an. Aktivieren Sie am besten automatische Updates für das Plugin.

Funktioniert das auch mit Page Buildern wie Elementor, Divi, etc.?

Ja, alle vorgestellten Plugins funktionieren mit allen gängigen Page Buildern. Es kann aber sein, dass Sie Content-Blocker manuell für eingebettete Elemente konfigurieren müssen (z.B. Google Maps in einem Elementor-Widget).

Was ist mit WooCommerce?

WooCommerce setzt eigene Cookies für den Warenkorb und die Session. Diese sind technisch notwendig und brauchen keine Einwilligung. Sie müssen sie aber in der Datenschutzerklärung auflisten.

Die meisten DSGVO-Plugins haben vorgefertigte WooCommerce-Integrationen. Bei Borlabs Cookie einfach unter “Cookie Box” → “WooCommerce” aktivieren.

Weitere wichtige DSGVO-Themen für WordPress

Ein Cookie-Plugin allein reicht nicht für vollständige DSGVO-Compliance. Hier sind weitere Themen, die Sie angehen sollten:

1. Google Fonts lokal hosten

Das ist 2026 immer noch Abmahngrund Nummer 1. Wenn Sie Google Fonts nutzen, müssen diese lokal auf Ihrem Server liegen.

So prüfen Sie es: DevTools (F12) → Network → nach “googleapis” suchen. Falls Treffer: Problem.

So beheben Sie es: Plugin wie “OMGF” installiert, das hostet Fonts automatisch lokal.

Mehr dazu in meinem Guide: Google Fonts DSGVO-konform einbinden

2. Kontaktformular-Hinweise

Bei jedem Kontaktformular muss ein Hinweis stehen, dass die Daten zur Bearbeitung der Anfrage gespeichert werden. Plus eine Checkbox für die Einwilligung.

Bei Contact Form 7 fügen Sie einfach ein Checkbox-Feld hinzu:

[acceptance datenschutz] Ich habe die [link datenschutz "Datenschutzerklärung"] gelesen und akzeptiere sie. [/acceptance]

3. Kommentar-Funktion

WordPress speichert bei Kommentaren Name, Email, IP-Adresse und Kommentar-Text. Sie müssen:

  • Einen Hinweis anzeigen, dass diese Daten gespeichert werden
  • IP-Adressen anonymisieren (Plugin: “IP Anonymization for WordPress”)
  • Option für Kommentar-Autoren, ihre Daten zu löschen

4. Alte Daten löschen

DSGVO verlangt, dass Sie Daten nur so lange speichern, wie nötig. Alte Kommentare, Newsletter-Abmeldungen, Formular-Einträge sollten regelmäßig gelöscht werden.

Plugin-Tipp: “WP-Optimize” kann automatisch alte Daten aufräumen.

Zusammenfassung: So wählen Sie das richtige Plugin

Lassen Sie mich die wichtigsten Punkte nochmal zusammenfassen:

  1. Für die meisten deutschen WordPress-Websites ist Borlabs Cookie die beste Wahl. Einmalzahlung, deutscher Support, alle wichtigen Features.

  2. Wenn Sie Werbenetzwerke nutzen, brauchen Sie TCF 2.2 Support. Dann CookieYes oder Cookiebot wählen.

  3. Agenturen mit vielen Kunden-Websites profitieren von Real Cookie Banner oder CookieYes mit Cloud-Management.

  4. Kostenlose Plugins reichen nicht für kommerzielle Websites. Die 59€ für Borlabs sind gut investiert.

  5. Ein Cookie-Plugin allein reicht nicht. Google Fonts lokal hosten, Kontaktformulare anpassen, Datenschutzerklärung aktualisieren.

  6. Testen Sie das Plugin vor dem Go-Live gründlich. Besonders die “Ablehnen”-Funktion – das ist der häufigste Fehler.

  7. Halten Sie das Plugin aktuell. Rechtliche Anforderungen ändern sich ständig.

Sie brauchen Hilfe bei der Umsetzung?

Ich weiß, DSGVO und WordPress kann komplex sein. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Website wirklich compliant ist, nutzen Sie unseren kostenlosen Website-Check.

Wir prüfen:

  • Ist ein Cookie-Banner korrekt implementiert?
  • Werden Google Fonts lokal gehostet?
  • Ist die Datenschutzerklärung vollständig?
  • Gibt es andere Compliance-Probleme?

Sie bekommen einen konkreten Report mit allen Problemen und Handlungsempfehlungen.

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